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Wir sitzen hier auf dem Gelände des Highfield-Festivals. Wie ist das für dich, ein Rock-Festival ist ja eigentlich absolutes Kontrastprogramm zu deinem Musikgenre.

Ich empfinde das eigentlich als gar keinen Kontrast. Das ist ja schon die Musik, die dem HipHop am nächsten ist. Ein Techno-Festival oder ein Jazz-Festival, das wäre ein Kontrast.

Merkst du Unterschiede zwischen Konzert- und Festivalpublikum?

Ja, auf Festivals ist es natürlich anders als bei Konzerten, bei denen die Leute explizit nur wegen Dir da sind. Aber es ist immer schön, neue Leute hier kennen zu lernen.

Du hast noch nicht gespielt und hast gleich deinen Auftritt. Auf was dürfen wir uns freuen? Songs vom neuen Album oder auch Älteres?

Ich spiele schon meistens die neuen Sachen. Ist ja klar, wir haben gerade das Album gemacht, da müssen wir dann natürlich die neuen Sachen spielen.

Dein neues Album ist ernster, viele Tracks sind sehr kritisch. Wie kommt es zu diesem inhaltlichen Wechsel?

Gesellschaftskritische Songs habe ich eigentlich schon immer gemacht und auch ernste Sachen. Das ist für mich jetzt eigentlich kein Wechsel.

Aber wenn man die aktuellen Sachen mit Songs wie „Der neue iGod“ vergleicht, ist da einfach mehr gute Laune dabei.

Stimmt, da hast du recht. Auf dem Album davor waren ein paar schnellere Live-Sachen drauf. Bei dieser Platte wollte ich, dass da ein ganz starker roter Faden drin ist. Ich glaube meine nächste Platte wird etwas fröhlicher werden, etwas schneller. Vielleicht auch ein bisschen böser.

Böser? Warum denn böse?

Ich glaube, man hat als Mensch unterschiedliche Phasen und für mich sind meine Alben immer Sachen, die meine Lebensphase abbilden. Wenn ich ein total schönes Jahr erlebe, ist auch mein Album dem entsprechend. Und wenn ich eine eher schlimmere, dunklere Zeit erlebe, dann wird auch das Album so.

Würdest du es auch so sehen, dass sich das über deine Musikgeschichte verändert hat? Wenn man deine Anfangsphase betrachtet – da hießt du noch Prinz Porno – das war ja eine ganz andere Richtung.

Ja, auf jeden Fall. Es hat immer relativ gut das widergespiegelt, was mich zu der Zeit bewegt hat.

Das neue Album ist direkt auf Platz eins eingestiegen. Wie war das für dich?

Schön! Hat Spaß gemacht, war ein tolles Gefühl.

Das glaube ich sofort. Bei iTunes hast du tolle Kommentare bekommen. Da sagen Leute, dass wenn sie in 50 Jahren noch zur Schule gehen würden, dort wahrscheinlich keine Gedichte mehr interpretiert werden, sondern Songs von Leuten wie dir.

Meine Songs wurden in manchen Bundesländern sogar schon in den Unterrichtsstoff zum Interpretieren aufgenommen. Ich finde es allerdings schwierig solche Sachen zu interpretieren, weil es immer unterstellt, dass man weiß, was jemand damit sagen wollte. Ich habe mich damit auch immer schwer getan, selber in der Schule Bücher oder Gedichte zu interpretieren.

Zum Abschluss: deine Musik in drei Worten.

Das kann ich nicht in drei Worten sagen, dafür brauche ich mehr Worte. Sonst wäre mein Album auch kürzer.

Mit wie vielen Wörtern könntest du sie denn kurz und knackig beschreiben?

Es ist Musik, die versucht, sich mit den Themen auseinander zu setzten, die einerseits mich selbst die ganze Zeit bewegen, aber von denen ich auch glaube, dass es auch andere junge Leute interessiert.