Festivaltage sind Matschtage. Wochenenden voller Freiheit – völlige Unbefangenheit, totale Euphorie, maximales Ausrasten. Dennoch: Ganz so unvorbereitet sollte man nicht in die Festivalsaison starten. Sonst steht man mit Sonnenbrand zweiten Grades alleine irgendwo im Nirgendwo, ohne Chance auf Wiederkehr und nur der Tinnitus redet mit einem. Da hilft dann die ganze Euphorie nichts. Die wichtigsten Items für den Ausflug im Uhrzeigersinn.

Handy. Das Mobiltelefon ersetzt nicht nur die Kamera, sondern könnte möglicherweise der Draht zu den verlorengegangenen Freunden sein – oder zur besorgten Mutter. Allerdings sollte man sich nicht immer auf ein gutes Netz im Bühnenbereich verlassen und lieber noch einen Notfalltreffpunkt vereinbaren.

Tuch. Ein hübscher Schal hält nicht nur beim Regenschauer warm und trocken – zumindest für kurze Zeit – sondern er schützt über den Kopf gebunden auch vor Sonne. Ansonsten pimpt er jedes Outfit.

Süßigkeiten. Wer in der ersten Reihe steht und den Eismann schon länger nicht gesehen hat, wird sich selbst für die Mitnahme von Naschereien dankbar sein, wenn der Bauch knurrt und die Kehle trocken wird. Die Mitnahme von Kaugummis danken einem die Mitmenschen sicher auch.

Ohropax. Die Soundanlage bei Festivals kann ordentlich durchpusten. Daher sollte man in Hinblick auf sein fünfzigjähriges Selbst vorsichtshalber mal den Gehörschutz in Raveroptik einpacken.

Taschentücher. Für Heuschnupfengefährdete und für die Trips zum Dixiklo immer hilfreich.

Make-Up. Für die Mädels: Eine leichte BB-Cream macht keinen Aufwand und Glitzerstaub zaubert für die Augen einen schönen Aufschlag.

Accessoires. Ein Haarband hält den Blick frei und frönt dem in diesem Jahr erneut angesagten Hippiestyle. Armbänder im Bohostil sind unkomplizierte Stylingmethoden, wenn der Rest bereits schmutzig geworden ist.

Edding. Nicht nur für die Jungs: Lustige Sachen möchte sich schließlich jeder auf die Haut malen. Oder die Signatur eines Musikergottes abgreifen.

Lesestoff. Wenn die Freunde nicht mit zu Marcus Wiebusch gehen wollen – warum auch immer – und um einen herum alle knutschen, kann man sich die Wartezeit hervorragend zum Beispiel mit den „Matsch-Memoiren“ vertreiben. Auch auf der Rückfahrt zum Lautvorlesen geeignet.

Sonnencreme. Weil das Wetter unberechenbar sein kann. Und Sonnenbrand doof ist.

Pflegelippenstift. Damit man beim Knutschen nicht wegen zu spröder Lippen versagt.

Regenmantel. Weil das Wetter unberechenbar sein kann. Und Mülltüten als Ersatz doof sind.

Geld. Falls doch endlich der Eismann in Sicht ist oder man sich ein Bandshirt holen möchte.

Desinfektionsmittel. Siehe: Trip zum Dixiklo.

Jutebeutel. Um das alles lässig zu verpacken.

Weitere nützlichen und unnützlichen Infos für ein gelungenes Festivalwochenende gibt es im Buch „Matsch-Memoiren“ (Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag).