Nach dem gemeinsamen Covershooting fragte Autorin Dschamila die Berliner Bloggerin Leonie noch ein bisschen über ihren Mode-Blog aus. Aber lest selbst.

Erzähl doch mal etwas über dich! Was machst du für einen Blog und wie bist du zu diesem Namen gekommen?

Wie der Name meines Blogs schon verrät, schreibe ich über Mode und Berlin. Das heißt, ich gebe Berliner Geheimtipps, was man hier alles so unternehmen kann. Zum Beispiel empfehle ich viele kleine unbekannte Cafés, Underground-Restaurants, Austellungen etc. und zeige meinen Lesern direkt, was man dabei tragen könnte, damit man für jeden Anlass modisch „gewappnet“ ist. Und Zoe ist mein dritter Vorname, der übrigens auf griechisch „das Leben“ oder viel mehr „das gute Leben“ bedeutet. Mit diesem Namen wollte ich die persönliche Verbindung herstellen und meinem Blog eine eigene Seele, einen Charakter geben. Und vor allem eine Richtung vorgeben: Ich zeige nur die schönen Dinge im Leben, „The Goodlife“ !
 
Warum ist es ein Modeblog geworden und nicht z.B. Kunst oder Musik?

Mode ist für mich in gewisser Weise Kunst, also nenne ihn gern auch Kunst-Blog. Ich hab mich schon immer für Mode interessiert, wollte damals sogar Mode an der AMD studieren, aber das ist ja leider wirklich nicht bezahlbar. Der Wunsch im Bereich Mode tätig zu sein, war aber immer da und Schreiben ist meine Leidenschaft – deswegen hat sich das irgendwie so ergeben!
 
Wo war der Punkt, an dem du deinen Geschmack auch der Öffentlichkeit präsentieren wolltest?

Witzige Frage, darüber habe ich so noch nie nachgedacht. Das war eigentlich eher anders herum. Ich wollte meine Facebookfreunde eben gerade nicht mehr nerven oder zuspammen und dachte mir, ich mach das dort weiter, wo mir dann eben wirklich nur Mode-Interessierte folgen, die wirklich Interesse an mir und meinen Outfit-Inspirationen haben – auf meinem eigenen Blog.
 
Was steht bei dir in Zukunft an?

Ich hab irgendwann aufgehört zu planen, denn man kann im Leben eh nichts planen, was das Ganze aber ja gerade so spannend macht. Träumen kann man trotzdem noch: Dann sehe ich mich schon in ein paar Jahren als Mode-Redakteurin – oder aber als Pro-Bloggerin, die vom Bloggen leben kann. Ich sitze gerade an meiner Bachelorarbeit über Modeblogs und beende jetzt im September mein Duales Studium in BWL, Marketing und PR. Dann mal schauen, wo es mich hintreibt.
 
Welche Bedeutung hat dein Stil für dich persönlich?

Ich drücke damit aus, wie ich mich fühle. Und „Kleider machen Leute“ stimmt für mich schon irgendwie. Ich urteile nicht über Klamotten anderer Leute, aber für mich selbst liebe ich es mich zu stylen, mir neue ausgefallene Outfits zu überlegen, in denen man mal anders aussieht. Und ich muss sagen, wenn ich mich in meinen Outfits wohl fühle, fühle ich mich direkt echt gut!

Was inspiriert dich beim Zusammenstellen deiner Looks?

Hm, das kann ich so pauschal gar nicht sagen. Wahrscheinlich wird man unbewusst aber immer von allem beeinflusst. Von meinen Reisen, unterschiedlichen Kulturen, ich lese selber viele Blogs. „Florence and the Machine“ inspirieren mich. Obwohl das Musik ist, aber ja!
 
Hast du Vorbilder oder Menschen, zu denen du aufschaust?

Ja, auf jeden Fall. Meine Eltern und mein Freund – die es aushalten mit mir und ständig Fotos machen müssen für meinen Blog – ich würde mich nicht aushalten mit meiner ständigen Quatscherei über Klamotten und Blogs und und und... Ich danke Euch!
 
Hat online shoppen für dich dieselbe Bedeutung, wie in Läden zu gehen?

Nein, ich bin da altmodisch, ich liebe es durch die Läden zu schlendern, alle Klamotten anzufassen, die Stoffe zu fühlen, stundenlang in den Umkleiden zu verbringen und Fotos an meine Freundinnen zu schicken um Feedback zu kriegen. Online-Shopping ist super bequem und easy geworden, aber mir fehlt da einfach das Haptische – und das Shopping-Erlebnis an sich!
 
Zum Abschluss: Beschreibe dein Lieblingsoutfit in drei Worten

Das kann ich nicht. Dann wäre ich nicht ich, wenn ich wirklich nur „EIN“ Lieblingsoutfit hätte – das wechselt bei mir stündlich!