Aus und vorbei. Die große Liebe war es ja nicht, zwischen dem Sommer und uns. Zu windig, zu sonnig, aber vor allem: zu kurz. Immerhin sind wir ordentlich herumgekommen, kein Festival war vor der Slyle-Crew sicher! Wir tanzten uns die Füße wund, grölten, fotografierten bis die Speicherkarten voll waren, tranken mit den Groupies. Wir filmten euch, guckten am Strand in den Sternenhimmel und engelten im Sand, ekelten uns vor Dosenravioli mit Biersoße und fragten zig Musikern Löcher in die Bäuche. Eine solche Begegnung ist hier abgedruckt. Den Rest gibt’s online.

Heiß, heißer, Helene-Beach-Festival. Backstage im weißen Zelt. Der Schweiß rinnt, nur McFitti bleibt cool. „Ach, die Hitze ist doch eigentlich ganz egal. Wenn die Kameras aus sind, ziehen wir uns eh aus, fassen uns an und tanzen ein bisschen!“ Klare Ansage vom Vollbart. Fitti zieht blank? Na, dann mal los!

Meinst du das ernst?

Ja, klar. Wir tanzen nackt ums Lagefeuer und haben selbstverständlich Blumenkränze auf. Und wir schmeißen mit Konfetti!

…das muss wohl immer dabei sein?

Ja. Konfetti-Bowle!

Da sind wir ja mal gespannt. Sag mal, hattest du schon mal einen Auftritt, der so richtig in die Hose ging?

Türlich. Wir hatten schon paar Auftritte, die gingen sogar richtig fett in die Hose. Aber das waren am Ende irgendwie die Besten!

Verrate mal, was ist denn da passiert?

Wir wollten rotes Licht, dann war oranges Licht. Das war richtig ärgerlich.

Geht ja gar nicht!

Und wir wollten blaues Konfetti, bekamen aber nur lilafarbenes Konfetti. Das war auch richtig schlimm. Dann ist mir einmal der Schnürsenkel aufgegangen, daran will ich gar nicht zurückdenken!

Voll dramatisch...

Das war‘s!

Aber gut, dass ihr da so flexibel seid und einfach weitermacht...

Stimmt. Lokalmatador und ich sind ja ein sehr gutes Team. Wenn ihm mal der Schnürsenkel aufgeht, da wundert ihr euch, wenn ich mich vor ihn hocke... Aber hey, da mache ich ihm doch nur den Schnürsenkel zu!

Schon klar. Fitti, deine Erfolgskurve steigt ja stetig an,...

Ja?

In Berlin kennt dich doch schon jeder.

Mmh. Also ihr in Berlin, wenn mich jeder kennt und mich auch mag, dann könnt ihr auch das Album „Peace“ kaufen. Aber nicht illegal herunterladen, klar?

Was ist diesmal neu, anders, besser?

Es ist eine Weiterentwicklung. Ich habe mich krass erschrocken, dass ich jetzt bisschen besser singen kann. Vorher war ich nicht ganz im Takt und so, das ist jetzt anders. Eigentlich war es ja nie mein Ziel, Musiker zu werden, aber jetzt... Ich könnte mich auch in die Fußgängerzone setzen und dort CDs verkaufen.

Wie kommst du eigentlich auf die Lyrics? Also wer oder was inspiriert McFitti?

Ich gehe ins Studio, öffne dort die Google-Webseite und gebe in die Suche „cooles Lied“ ein. Dann zeigt‘s eins an und ich schreibe das 1:1 ab, fertig. Option 2 ist, dass ich meine Kumpels Jim Morrison, Jimi Hendrix und Bob Marley anrufe und die mir dann Ideen geben. Okay, die haben schon viel zu tun und auch ich habe viel zu tun. Aber wenn wir uns dann treffen, kommt schon viel bei rum.

Und was gucken sich die Drei bei dir ab?

Die haben mit meiner Hilfe  Social Media bisschen kennengelernt.

McFitti ist Cap, Brille und Bart. Ist der Bart eigentlich echt?

Nee, der ist ranproduziert.

Glauben wir nicht. Unsere Autorin langt dann einfach mal zu.

Heey!

Sag mal, wie kann man sich den McFitti privat vorstellen, also beispielsweise bei Oma und Opa am Kaffeetisch?

Locker, flockig. Ich bin so wie jetzt auch. Ich kann mich ja nicht verstellen. Okay, natürlich rede ich da nicht so viel über schlimme Dinge. Meine Oma hat übrigens ihren ganz eigenen Slang: Steckrübensuppe, Hackbraten.

Und zum Abschluss mal die Bitte: Beschreibe doch mal deine Musik in drei Worten!

Gibt keine Alternative.

Besten Dank.

McFitti‘s neustes Werk „Peace“ erschien am 19. September 2014.