Trends kommen und gehen. Dass der gerade hippen Wanderei aber dauerhafte Daseinsberechtigung  gebührt, weiß Autorin Simone. Hier verrät sie, was für den Ausflug in die Berge unbedingt mit in den Rucksack sollte. Obendrein gibt’s was auf die Ohren.

„Und, was macht ihr am Wochenende so?“ Die erwartete Antwort: „24-Stunden-Rave, Game of Thrones’-Staffelmarathon, Burgeressen und klar, kiffen.“ Die immer öfter aufkommende Antwort: „Wir gehen wandern!“

Kurzum: Es sind nicht nur die Hardcore-Pärchen, die „schön wandern“ gehen. Immer mehr Cliquen mieten sich ihre unhygienischen Bettenlager irgendwo auf einem Gipfel und erzählen am nächsten Arbeitstag von ihren Irrwegen durch die Täler – und berichten genauso begeistert wie von ihrem letzten Absturz. Sicher, das Wandern ist wesentlich gesünder als Partymachen und passt zu unserem neuen, bewusst perfekten Lebensstil. Doch wenn man sich partout nicht mit dem neuen Lieblingshobby anfreunden kann? Diese richtigen Teile im Rucksack können auf jeden Fall zu einem gelungenem Wochenende in den Bergen beitragen.

mp3-Player. Die letzten Meter sind die Steilsten und so wie beim Joggen auch werden Motivationshymnen benötigt. Unsere ultimative Playlist für den Wanderurlaub:

Status Quo – „The Wanderer“ – Back to Back
Macht ähnlich gute Laune wie „I’m Gonna Be (500 Miles)“ (The Proclaimers - Sunshine on Leith) zum Loslaufen.

Hubert von Goisern – „Brenna Tuat’s Guat“ - EntwederUndOder
Sicher, es ist halt auch ein Wiesnhit. Aber nichts verspricht, das Gefühl durchs Grün so wiederzugeben, wie die Töne vom Akkordeon am Anfang.

Tomte – „& ich wander“ (Heureka)
Zumindest textlich der Soundtrack zur Nachtwanderung. Wer beim „Hoamatgfühl“ bleiben will, wählt Rainhard Fendrichs „Die, die wandern“ (Besser wird’s nicht).

Marteria – „OMG“ – Zum Glück in die Zukunft II
Der Blick vom Gipfel runter bringt euch immer noch nicht das erwünschte Feeling? Dann faken. Am besten mit diesem Spruch auf diesem Beat: „Oh mein Gott, dieser Himmel …“

Milky Chance – „Down By The River“ - Sadnecessary
Für den Morgen danach. Wenn man beim Sonnenuntergang aufwacht und runter ins Tal gucken kann. Ähnlich magisch: „Drive Darling“ (BOY - Mutual Friends)

Bandana. Das Bandana ist zurück auf den Köpfen der Stylomädels und -jungs und hält außerdem die Sicht frei. Ansonsten kann das gute, alte Yankees-Cap mal wieder rausgekramt werden.

Atmungsaktive Kleidung. Wer nach zwei Stunden schnaufend im eigenen Schweiß steht, wird es verfluchen, sich für unfunktionale Wäsche nur wegen der äußeren Ansicht entschieden zu haben. Es gibt auch coole Sportkleidung – oder zumindest solche, in der die weidenden Kühe einen nicht übersehen.

Mückenschutztuch. Wenn man das ganze Jahr über die eigene Haut pampert, sollte man nicht im Urlaub in den Bergen darauf verzichten. Also: Untussig Sonnencreme auflegen und die Haut  gegen fiese Mückenstiche schützen.

Praktikables. Reisenähzeug nimmt keinen Platz weg und könnte der Retter in der Hose-beim-Ausrutschen-aufgerissenen-Not sein. Und sicher, fließend Wasser findet man inzwischen auf allen Hütten. Die Beautyroutine sollte man jedoch reduzieren – auf Lipgloss, dessen Verpackung zugleich ein Handspiegel ist.

Fantasy-Lektüre. Wer immer noch nicht auf den Geschmack gekommen ist, stundenlang bergauf zu rennen, der sollte seine Fantasie anstrengen und vielleicht damit den ein oder anderen ebenfalls Wandermüden anstecken. Nach nur wenigen Minuten kann man sich wieder wie damals mit sieben im imaginären Elbenwald fühlen. Wessen Gehirnzellen zu rostig sind, kann auf der Hütte bei der Brotzeitpause schnell nachschmökern.

Energy-Riegel. Das Ziel ist noch viel zu weit weg und daher sollte man neben ausreichend Wasser Nervennahrung für besonders anstrengende Abschnitte nicht vergessen. Das Handy wird auf dem Wandertag eh nicht funktionieren und eine Pizza würde sowieso nicht geliefert kommen. Man wird sich selbst danken.