Sonne, Meer und Sangria: Das ist Spanien. Das ist Madrid – nur eben ohne Meer. Doch die Metropole im Herzen Spaniens hat auch so genug zu bieten. Bestätigen kann das Slyle-Autorin Anita, die in Madrid ein Auslandssemester verbrachte und hier nun ihre Tipps verrät.

Wer den Tag mit einem leckeren Frühstück beginnen möchte, ist im Café Federal perfekt aufgehoben. In entspannter Atmosphäre werden hier Köstlichkeiten wie Tomate-Ruccola-Croissants, Veggie-Frühtücks-Burger oder geröstetes Brot mit Avocado, Sesam und Zitrone serviert.

Federal Café, Plaza Comendadoras 9

 

Klar kann man seine Zeit damit verbringen, Sehenswürdigkeiten wie den Königspalast und den Plaza Mayor zu bestaunen oder sich durch die Touristenmassen auf der Gran Vía, der Prachtstraße Madrids, zu drücken. Man kann sich aber auch herrlich in den Gässchen der Viertel Malasaña und Chueca verlaufen und zufällig in die süßesten Second-Hand-Shops oder Krimskrams-Läden stolpern.  Zwischendurch ein Kaffee gefällig? Am liebsten im Café Toma! Unauffällig in einer Seitenstraße gelegen, überrascht es innen mit (nicht nur) australischen Kaffee-Spezialitäten und täglich wechselnden selbstgemachten Kuchen. Vorsicht, leichte Hipster-Falle!

Café Toma, Calle de la Palma 49

 

Zwei der schönsten Orte Madrids liegen abseits des Stadttrubels. Der weitläufige Parque del Retiro, der wohl bezauberndste Park der Welt, lädt ein, einfach im Grünen zu sitzen, Bötchen zu fahren oder den Rosengarten zu bewundern. Der zweite magische Ort Madrids liegt rund um den Templo de Debod. Das ist ein ägyptischer Tempel mitten in Madrid und schon alleine sehenswert. Doch hinter dem Tempel, mit atemberaubender Aussicht über die Stadt, ist der wohl perfekte Platz, um den Sonnenuntergang zu bestaunen – umgeben von Palmen und vielen verliebten Paaren.

Madrids Leben spielt sich auf den Straßen ab – und in den vielen Cafés und Bars mit Terrasse. Abends trifft man sich in einer der zahllosen Tapas-Restaurants, zum Beispiel in La Alhambra, teilt sich verschiedene Tapas mit Freunden und schlürft dazu fruchtigen Sangria. Oder man gesellt sich zu den zahlreichen spanischen Herren in eine Kneipe und genießt ein Caña, also 0,2 Liter Bier, an der Bar, wozu kostenlos Tapas gereicht werden, und zieht dann weiter, um in der nächsten Bar das gleiche zu tun. Sich durch Tapas probieren kann man auch ganztägig super im Mercado San Miguel, einer Markthalle im Zentrum Madrids.

La Alhambra, Calle de la Victoria 9
Mercado San Miguel, Plaza de San Miguel

 

Jeden Sonntag strömen Massen an Madrilenen und Touristen zum Rastro, dem Flohmarkt im Viertel La Latina, der sich durch mehrere Straßen zieht und das Paradies für jeden Second Hand-Liebhaber ist – sofern man vor 12 Uhr mittags da ist, denn später ist er fast zu überfüllt, um sich gemütlich seinen Weg zu bahnen. In regelmäßigen Abständen kann man auch durch andere aufregende Märkte stöbern, hierfür bieten sich der Rave Market in Nachtclubs oder der Mercado de los Motores im Eisenbahnmuseum bestens an.

El Rastro, rund um Calle de la Ribera de Curtidores

 

Wer sich nach einem prallgefüllten Tag noch ins Nachtleben stürzen möchte, dem seien die Clubs Ocho y Medio, in dem Alternative-Indie-Liebhaber auf ihre Kosten kommen, oder das Mondo, in dem sich nationale und internationale Elektrogrößen die Ehre geben, geraten.

Ocho y Medio, Calle de Martín de los Heros 11
Mondo, Calle de Arlabán 7