Ein schickes Hemd von "Ralph Lauren", ein hübscher Trenchcoat von "Burberry" und Schuhe aus dem Hause "Tommy Hilfiger" - so sieht er aus, der Neonazi der Zukunft. Früher wurde er wahrscheinlich oft gemobbt, weil Glatze, Lonsdale-Pulli und Springerstiefel nicht unbedingt modisch aussehen. Der Grund, wieso dieser Modewechsel im rechten Lager stattgefunden hat, lässt sich nur spekulativ begründen. Da wäre eigentlich nur die Angst der rechten Szene, schnell erkannt zu werden und somit in eine Schublade gesteckt zu werden. Nein, das will der emanzipierte Neonazi nicht. Er zeigt sich weltoffen und an die neuen gesellschaftlichen Strukturen angepasst. Er macht jetzt auf individuell: Dem sehen Verfassungsschützer negativ entgegen, weil man dann einen "Anhänger der braunen Sippe" schlechter erkenn kann. Leider zeigt die Gehirnsubstanz bei Neonazis immer noch keine erheblichen Vergrößerungen, so dass davon auszugehen ist, dass ab jetzt alle Neonazis das neue Gewand tragen werden. Die daraus resultierende Masse ist dann wieder homogen und gut zu erkennen.