Niko Alm hat geschafft, was nur Wenigen gelingt: Seine Geschichte ist so skurril, dass man sich beim Lesen der Tageszeitungen heute erst einmal kurz vergewissern musste, dass der erste April schon eine Weile zurück liegt. Dabei wollte Alm, so sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, nur einen Präzedenzfall schaffen, als er sich entschloss, mit seiner schicken Haube, die sich als Nudelsieb entpuppte, auf seinem Führerschein-Foto zu posieren. 

In erster Linie ging und geht es ihm dabei um die Frage, wieso nur bestimmte religiöse Gemeinschaften mit den ihnen eigenen Kopfbedeckungen abgelichtet werden dürfen. Alm selbst ist Anhänger des Pastafarianismus, einer Religionssatire, die sich seit 2005 aufmacht, einen augenzwinkernden Gegenentwurf zum Kreationismus zu verbreiten. Das klappt offenbar gut - glaubt man offiziellen Angaben, hat der Pastafarianismus weltweit inzwischen über zehn Millionen Anhänger. Niko Alm ist mit seiner Forderung übrigens auch gut durchgekommen: Nach dreijährigem Hin und Her wurde schließlich das Okay zum Nudelsieb-Foto auf dem Führerschein gegeben. Als nächstes will er noch einen Schritt weiter gehen und die parodistische Religion mitsamt ihrem ihrer Gottheit - dem Fliegenden Spaghettimonster - in Österreich offiziell als Glaubensgemeinschaft anerkennen lassen.

Viel Glück dabei!