Ein dramatischer Ausrutscher, den man diesmal ganz wörtlich nehmen darf, hat sich in der Nacht zu Freitag ereignet. Ob es an einem heruntergefallenen Stück Seife oder einer besonders fiesen Fliese lag (vielleicht wurde da gepfuscht und gespart?) - wir können nur mutmaßen: Flutsch, und Italiens Regierungschef fand sich am Boden seines Badezimmers wieder.

Dort war es mit einer soliden Nackenprellung und Schmerzen im Kieferbereich so übel, dass in aller Eile der Krankenwagen gerufen wurde. Nach einer halben Stunde bangen Wartens schließlich das große Aufatmen - nix weiter passiert. Nur müde ist Berlusconi seitdem, was womöglich - auch das ist natürlich nur eine Mutmaßung - ebenso an den anderen Querelen liegen kann, die ihm gerade schwer zusetzen. Im Moment kämpft das Glück jedenfalls nicht auf seiner Seite: Neben der Verkündung, dass er zur nächsten Wahl nicht mehr antreten wird, hat sein Konzern Fininvest eine böse Geldstrafe einstecken müssen. Und auch die Wähler scheren immer mehr aus - zuletzt stimmten sie gegen Berlusconis großartige Pläne, wieder Atomkraftwerke zu bauen und mal eben ein Gesetz zu verabschieden, dass Politiker von der Pflicht befreit, bei Gericht zu erscheinen.

Das alles kann einem schon mal den Boden unter den Füßen wegziehen.