Moskau - Russen trinken viel und halten was aus, so die einschlägige Meinung in unseren Köpfen. Doch nun soll damit Schluss sein: Ab Januar 2013 gilt Bier in Russland nicht mehr als Lebensmittel, sondern als alkoholisches Getränk. 

Woher die wissen, dass Bier Alkohol ist, fragt sich wohl jetzt der Durchschnittsdeutsche, denn hierzulande werden, laut dem Statistischen Bundesamt, pro Jahr und pro Kopf im Durchschnitt 108 Liter Bier vertilgt. In Russland, das Vieltrinker-Völkchen im Universum, ist Alkohol eines der meisten Todesursachen: Im Alter von 15 bis 54 Jahren sterben 52 Prozent an den Folgen von Alkoholmissbrauch. Nun dachte sich Russlands langjähriger "Diktator" Putin und seine rechte Hand Medwedjew, dass sie etwas gegen die verheerenden Auswirkungen tun sollten. 

Wo sonst nur Wodka auf dem Tisch kommt, hat man jetzt wohl auch erkannt, dass Bier, wenn auch wenig, Alkohol enthält. Durch die neue Regel darf Bier nicht mehr überall, sondern nur noch in Geschäften mit einer bestimmten Erlaubnis verkauft werden. Na dann: Na sdarowje!