Pickel, Falten, Lippenstiftpatzer - alles wischt im Nu der Zauberstab von Photoshop hinweg. Wer hübscht sich schließlich nicht gern auf? Schwierig wird es erst dann, wenn man plötzlich so schön ist, dass andere vor Ehrfurcht bibbernd das Weite suchen. So erging es zuletzt Julia Roberts.

Eigentlich wollte Lancôme Julia Roberts gern als neues Werbegesicht, weil sie - trotz Kindern und Stress an jeder Ecke - immer so natürlich und frisch aussieht, als wäre sie gerade einem kühlen, klaren Bad entstiegen. Blöde nur, dass das Ergebnis sich dann doch nicht so sehen lassen konnte und es so kam, wie es heutzutage nun mal kommen muss: Rein ins digitale Nachbearbeitungsprogramm und hoffen, dass es keinem weiter auffällt. Aber nicht mit ASA! Die Werbeaufsicht mit dem vollen Namen Advertising Standards Authority kam - angestachelt von der liberaldemokratischen Politikerin Jo Swinson - zu dem Ergebnis, dass Julia Roberts zu schön wirke und damit enormen Druck auf junge Frauen ausübe. Wie der Teint tatsächlich aussieht, werden wir so schnell wohl nicht erfahren, deswegen: Sorry Julia, Goodbye Lancôme und zurück zur guten, alten Gurkenmaske mit Quark.