Ein jeder Nichtraucher kennt das andauernde Gefühl des Zwiespalts gegenüber dem qualmenden Freund, Nachbarn oder wem auch immer: Einerseits hat man Mitleid, schenkt kluge Ratgeber oder entlässt mahnende Worte ins rauchverhangene Antlitz seines Gegenübers, dann wieder überwiegt die Wut, wie man eigentlich so blöde sein kann, für seinen eigenen Schaden auch noch Geld auszugeben.

In der Schweiz nimmt man das Thema Nikotinsucht jetzt so richtig ernst. Verfügt man über einen Mindestgrad an Nikotinabhängigkeit, wird das Problem mit dem Glimmstängel zur Krankheit ernannt und die Krankenkasse dazu verdonnert, sich an allen Kosten, die zur Verbesserung der Lage beitragen, zu beteiligen. Für Champix - jene Firma, die interessante rezeptpflichtige Pillen dafür erfunden hat - ist das ein voller Erfolg, obgleich die Dinger in der Summe nicht wirklich billiger sind, als eine Schachtel Kippen, was wiederum das altbekannte Problem der eigenen Willenskraft auf den Plan ruft: Spielt die nicht mit, nützt der Rest nämlich auch nix.