Mein geliebtes Städtchen. Egal wie groß du scheinen magst, bist du das Stück Zuhause, in dem ich niemals leben durfte. Dein Duft ist was ich atmen möchte, womit ich aufwachen möchte und schlafen. Du bist verflucht wie geliebt. Deine Straßen sind mein Mantra, deine Kunst an den hohen Wänden meine Maxime. Deine Kneipen mein Zufluchtsort, deine Nächte meine Sucht.

Du bist rau, und ein jeder hat versucht dich zu seinem zu machen, aber du bist was du bist. Ein Herz, pulsierend, und erst dann gestorben, wenn du dich selber aufgibst. Du lässt einen Jeden hinein, hinein in dein Inneres. Man kann dich erleben, aber du strafst die Süchtigen. Die, die deine Freiheit nicht wertschätzen. Du blühst im Sommer wie keine andere Stadt, so prächtig, so bunt, so laut und doch findet jeder Einzelne einen Platz in deinen Armen, an dem es still wird. Ganz still.

Dein Winter ist kalt, eisig und hart. Die weiße Decke hüllt sich über all die Geschichten, die im Frühling, Sommer und Herbst geschehen sind. Sie ruht und nur leise und aufmerksam kann man dein Herz schlagen hören.

Meine geliebte Stadt, meine Heimat im Herzen, ich trinke auf dein Wohl. Oh mein geliebtes Berlin.